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Eine Séance mit dem MeadowsCircle , von Kai Mügge
Vom 25. - 27. September 2009 fand in Banbury in der
Nähe von Oxford eine Veranstaltung von Zerdin Phenomenal
statt. Organisiert wurde der Anlass von Rosalind
und Dennis Pearman, den Gründern und Leitern von
Zerdin Phenomenal und Herausgeber der gleichnamigen
Zeitschrift.
Insgesamt waren rund 30 Gäste aus aller Welt anwesend.
Wir waren zu fünft aus der Schweiz angereist, neben
mir meine Partnerin Sabin und unser Sohn Pablo, die
Sensitive Bea Rubli und Dr. Hans Schär, einer der besten
Kenner physikalischer Medialität. Aus New York sind
Dr. Ken Saari und Roberto angereist. In ihrem Circle for
Humanity sind von Juni bis Dezember 2009 insgesamt
131 Apporte gezählt worden. Weitere Teilnehmer waren
Kai Mügge, Gründer des Felix Circle in Hanau und
sein jetziger Zirkelleiter, der Arzt Jochen P., sowie Victor
Zammit aus Australien. Zugelassen waren ausschliesslich
Mitglieder von Zerdin Phenomenal, von denen alle
schon mehrere Male Séancen für physikalische Medialität
besucht hatten.
Im Folgenden finden sie den Bericht unseres Freundes
Kai Mügge aus Hanau, Gründer des Felix Circle. (lw)
Eine Séance mit dem Meadows Circle
von Kai Mügge
Die merkwürdigen Phänomene von denen im folgenden
die Rede ist, gehören zu den nteressantesten
und kontroversesten Effekten, die die Parapsychologie
kennt und mit denen sich unterschiedlichste
interdisziplinäre Forschungen auseinandergesetzt
haben: Dazu zählen die sogenannte «Makro-Psychokinese
»; sogenannte Materialisationsphänomene
(«ätherische»,«informelle» oder «spirituelle» Potentiale
verdichten sich zu unterschiedlichen Graden
– die ultimative Erscheinungsform ist die Materialisation
ganzer Gestalten), Mind over matter (Apporte,
Dinge die plötzlich im Raum erscheinen), Geräuschphänomene
(Stimmen und Geräusche bilden
sich Personen-unabhängig in den Räumlichkeiten),
sowie Lichterscheinungen unbekannten Ursprungs,
sogenannte «Spirit Lights».
In keinem anderen europäischen Land hat der Spiritualismus
eine derart breite gesellschaftliche Basis
wie in Grossbritannien. Mehrere hundert Kirchen
und unzählige private Zirkel kommunizieren mit der
«jenseitigen», der «geistigen Welt» und der Glauben
an ein Leben nach dem Tode, Nachrichten Verstorbener
und philosophische Kundgaben «hochstehender
geistiger Wesenheiten» stehen im Mittelpunkt
dieses Glaubenssystems.
Die parapsychologische Forschung hat gezeigt,
dass gerade in solchen spiritualistischen Zirkeln die
oben aufgeführten unerklärlichen Phänomene sich
abspielen. Spezielle Einzelpersonen und/oder aber
auch spezielle Gruppenkonstellationen scheinen
das zu begünstigen oder auszulösen.
Das Interesse für diese seltene Art von Phänomenen
führte also jene 30 Personen aus 8 verschiedenen Ländern zusammen, um das Medium Bill Meadows
zu erleben. Bill Meadows selbst ist über 70 Jahre alt
und von schmaler, fast zerbrechlicher Statur.
An jenem Wochenende war es mir also ergönnt
von einem hervorragenden Platz in der ersten Reihe
nicht nur alles hautnah erleben zu dürfen, sondern
auch mehrfach zum Dunkelkabinett gerufen worden
zu sein, um das Medium zu kontrollieren und
aus nächster Nähe Zeuge der stärksten Phänomene
des Abends zu werden.
Während die Physikalischen Effekte sich in der unmittelbaren
Umgebung des Kabinetts abspielten
sass das Medium aufwendig gefesselt innerhalb des
Kabinetts – und wurde von verschiedenen «Geistwesen
» besetzt, Verstorbene, darunter beispielsweise
zwei Kinder, Mädchen von 10 und 11 Jahren, aber
auch ein dahingeschiedener Priester und andere
Persönlichkeiten, die sich vorwiegend durch ihre
sehr unterschiedlichen Stimmen unterscheiden.
Kurz nachdem das Medium von mir und V. Zammitt,
einem australischen Anwalt, persönlich auf spezielle
Weise festgebunden worden war, wurde das Licht
gelöscht und nach einigen Takten Musik und dem
Eintritt der Trance begrüsste die erste «Geist»-Persönlichkeit
die Gäste.
Am Boden um das Kabinett waren die Fokus-Objekte positioniert, die alsbald in den Mittelpunkt des
Interesses rückten. Denn
kaum war der Kabinettvorhang
geschlossen und
das helle Rotlicht gelöscht,
erhob sich augenblicklich
wie von Geisterhand eine
der «Trompeten», von einem
Leuchtring am breiten
Ende beleuchtet und
vollführte Bewegungen, als
stünde jemand direkt vor
dem Kabinett und wirbelte
sie herum.
Alle Gäste und Meadows-Zirkel-Angehörige kontrollierten
sich durch Hände-fassen und das Medium
sass gefesselt in seinem ausführlich untersuchten
bequemen Stuhl ohne jegliche geheime Vorrichtungen,
die ihm das Lösen der Fesseln ermöglicht
hätten.
Dann stoppte die Trompete ihre ausladenden Bewegungsmuster
plötzlich und verharrte in Kopfhöhe.
Das Rotlicht wurde eingeschaltet und man sah die
Trompete in ca. 185 cm Höhe am Kabinettvorhang.
Ich wurde zum Kabinett gerufen und direkt davor
stehend sah ich, dass jemand scheinbar von innerhalb
des Kabinetts, durch den Vorhang hindurch, die
Trompete zu halten schien. Eine Stimme hinter dem
Vorhang forderte mich auf, nach der Trompete zu
greifen und sie vor dem Vorhang abzustellen. In dem Moment, in dem ich das tat, forderte die Zirkelleitung,
Bills Ehefrau, mich auf: «Kai, bitte zieh
den das tat, forderte die Zirkelleitung,
Bills Ehefrau, mich auf:
«Kai, bitte zieh
den Vorhang beiseite und zeige und kontrolliere das
Medium!» Mit einem Griff hob und schob ich den
Vorhang grosszügig beiseite. Die Überraschung war
gross, denn von der Aktivität hinter dem Vorhang
war nichts zu erkennen. Das Medium war an Beinen
und Armen fest an den Sessel geschnürt und atmete
leise. Das bedeutete, die Trompete hinter dem Vorhang
schien von einer sogenannten «Materialisation
» festgehalten worden zu sein!
Kaum hatte ich wieder meinen Platz erreicht, erlosch
das Rotlicht erneut. Unmittelbar erhob sich
ein mit phosphoreszierender Farbe Kaum hatte ich wieder meinen Platz erreicht,
erlosch
das Rotlicht erneut. Unmittelbar erhob sich
ein mit phosphoreszierender Farbe bestrichenes
quadratisches Stück Holz, Seitenlänge ca. 10 cm von
einem kleinen Tischlein neben dem Kabinett. Und
flog schwerelos, angeblich von einer unsichtbaren «Spirit»-Person geführt,
in der unmittelbaren Umgebung
vor dem Kabinett umher.
Hammerartige laute «Raps», Klopfgeräusche unbekannten
Ursprungs, waren parallel von der Rückseite
des Kabinetts zu hören. Eine der Geist-Persönlichkeiten,
ein elfjähriges Mädchen, richtete plötzlich
das Wort an eine Sitzerin in der zweiten oder
dritten Stuhlreihe und beschrieb angeblich ganz
korrekt einige private Einzelheiten zu einer verstorbenen
Verwandten. Das leuchtende Holzstück hatte zu diesem Zeitpunkt
seinen Platz auf dem Tischlein wieder eingenommen
und es wurde kurz Licht gemacht, um des
Mediums Position erneut zu überprüfen.
Kaum war das geschehen und das Licht wieder
gelöscht begann ein bemerkenswertes Schauspiel.
Die beiden konisch geformten Metalltrichter (Trompete),
die direkt vor dem Vorhang des Kabinetts
platziert waren, begannen unmittelbar eine Art
staksigen Tanz aufzuführen. Musik drang aus dem
Kassettenrekorder und plötzlich setzte ein unsauber
gespielter Trommelwirbel dazu ein, der den seltsamen
Tanz begleitete.
Kurz bevor der Song ausklang und die Trompeten
still standen, setzte zu dem anhaltenden Trommeln
die zuvor dort ebenfalls platzierte Mundharmonika
zu Spielen ein. Den Anwesenden stellte sich in
Anbetracht all dessen zwangsläufig die Frage: «Wie
viele unsichtbare Hände agieren denn da in der
Dunkelheit? Fünf, sechs…, oder mehr?»
Zu guter Letzt fielen die Trommelstöcke in dem Moment
zu Boden, in dem Colleen das Licht anmachte
und Victor und mich erneut aufforderte das Medium
zu prüfen. Keine zwei Meter davon entfernt folgte
ich Victor, der bereits den Vorhang zur Seite hielt,
um es scheinbar exakt in der Lage vorzufinden, in
der wir es Minuten zuvor zurückgelassen hatten.
Die darauf folgende Präsentation des Unerklärlichen
fand wieder in hellem Rotlicht statt. Durch den
Vorhang wölbten sich plötzlich die Formen zweier
Personen hervor, die wohl innerhalb des Kabinetts
– durch den Vorhang hindurch – ihre Ausmasse
dem Publikum präsentieren wollten. Dazu sprachen
zwei Stimmen unterschiedlicher Natur, was diesen
Eindruck zusätzlich verstärkte.
Kaum hatten die Figuren sich zurückgezogen, als
plötzlich der schwarze Vorhang des Kabinetts sich langsam zu heben begann. Schnell waren die gefesselten
Füsse des Mediums zu erkennen und der Vorhang
rollte sich weiter ein und gab nach
oben hin
immer mehr Einsicht ins Kabinett preis. Kaum lagen
die Knie frei wurde ich erneut gebeten ans Kabinett
zu treten. Noch während ich davor stand wurden
die gefesselten Hände durch die ufwärtsbewegung
des Vorhangs sukzessive entblösst und etwa
in Brusthöhe stoppte der Vorgang schliesslich. Ich
möge doch nun den gesamten Vorhang beiseite ziehen
und nach «ektoplasmischen Händen» Ausschau
halten, die diese Aktion bewirkt hätten, rief mir
Colleen zu. Ektoplasmische Hände konnte ich nicht
– noch nicht – ausmachen, allerdings auch keine
Erklärung finden, wie Bill Meadows, bewegungslos
und gefesselt im Stuhl sitzend, den Vorhang nach
oben eingerollt haben könnte. Ich kontrollierte die
Fesselungen und konnte nur bemerken, dass diese
exakt so angelegt schienen, wie wir sie angelegt hatten. Ich schloss den Vorhang erneut und begab
mich zurück zu meinem Platz. Der Höhepunkt des
Abends stand nun bevor und es war erneut meiner
Wenigkeit vergönnt, das Anstehende unter besten
Bedingungen zu beobachten.
Also wurde ich, kaum, dass ich meinen Platz wieder
eingenommen hatte, aufgefordert erneut rechts ans
Kabinett zu treten. Helles Rotlicht strahlte den gesamten
Bereich an und meine ganze Aufmerksamkeit
war darauf gerichtet, ob Vorhangbewegungen
oder Geräusche irgendeine Aktivität dahinter erkennen
liessen. Sie taten es nicht….- bis plötzlich
direkt vor meinen Füssen auf der rechten Seite des
Kabinetts der Vorhang ca. 10 cm angehoben wurde
und eine scheinbar junge, aber grazile rechte
Männerhand zum Vorschein kam! Diese krabbelte
zögerlich hervor und offenbarte einen Unterarm,
dessen Haltung den Eindruck erweckte, als würde
eine zweite Person im Kabinett sich rechts neben
den Stuhl des Mediums auf den Boden gelegt haben
und nun ihre Hand herausreichen. «Was ist mit dem
Ring?» ertönte es aus dem Publikum. Vor der Séance
hatten einige Anwesende einen Ring am rechten
Ringfinger des Mediums begutachtet, der anscheinend
nicht über den Knöchel zu ziehen war.
Die Hand am Boden, die in hellem Rotlicht gut
sichtbar war, hatte weder einen Ring, noch war am
Ringfinger die Spur eines Ringes zu erkennen. Eine
ektoplasmische Hand war es demnach, die sich dort
im Rotlicht zeigte! Nachdem die Hand einige Streck-
Bewegungen vollzogen hatte, drehte und wendete
sie sich derart, dass ihre Absicht meine Hand zu
schütteln erkennbar wurde und ich mich hin niederbückte und sie ergriff.
Diese vollzog sodann ein freundliches «Shake-
Hands» und klopfte ermutigend mit ihren warmen
Fingern auf meinen Handrücken. Dann entliess
mich die Hand und zog sich unter den Vorhang zurück.
Aufmerksam lauschte ich, was im Kabinett vor
sich ging, konnte aber wieder keine Aktivität ausmachen.
«Kai bitte kontrolliere das Medium!», sagte
Bills Frau Colleen hinter mir. Also zog ich den Vorhang
nun ein viertes Mal diesen Abend beiseite, nur
um erneut das schlafende Medium in seinem Sessel
sitzend vorzufinden. Abschliessend, nach einer finalen
Dunkelphase, «transportierten» Bills «geistige
Helfer» das Medium noch samt seinem Stuhl
aus dem Kabinett und positionierten ihn 30 cm vor
den Knien der ersten Reihe-Sitzer – vollkommen geräuschlos,
gefesselt, scheinbar schlafend. Obwohl
das ein bekanntes Feature physikalischer Medien
ist – ich kenne mindestens drei weitere Physikalische
Medien, deren Spirit Team sie am Ende der
Séance vors Kabinett transportieren – war es auch
dieses Mal ein überraschendes Schauspiel. Kurz
danach war die Séance beendet und Bill erwachte.
Die gesamte Performance war wahrlich verblüffend.
Das Alter des Mediums, die unberührten Fesselungen
und die offensichtliche Unmöglichkeit beispielsweise
die eigene Hand herauszureichen und
Sekunden später wieder perfekt gefesselt im Stuhl
zu sitzen, lassen mich jedem empfehlen, Bill Meadows
seltene Fähigkeiten zu begutachten, sollte
sich dazu die Gelegenheit ergeben.