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Workshop: Mongolische Heilkunst
Galsan Tschinag lässt uns an seinem grossen alten Wissen teilhaben, bringt es in unsere neue Zeit. Er lädt ein, die Sinne zu öffnen und das Leben leichter zu sehen; Ruhe finden, Stress abbauen, entspannter mit dem Leben umgehen, sich auf die wesentlichen Werte besinnen wie Menschenliebe und Mitgefühl.
Der erfahrene Schamane lässt die TeilnehmerInnen erzählen, was sie bewegt und begleitet sie mit grossem Einfühlungsvermögen. Er nimmt in den Arm, hält fest, wenn Tränen fliessen und beseitigt schmerzhafte Blockaden durch Klopfen und Reiben. Auf Wunsch orakelt er mit Tierknöchelchen oder kleinen Steinen, die er aus der Mongolei mitgebracht hat, deuet somit die momentane Lebenssituation des Hilfesuchenden. In einer Atmosphäre von Einfachheit, Mitgefühl und Gemeinschaft geschieht Heilung ganz von selbst und wie nebenbei, ist GT überzeugt. In Gesprächen, Übungen und Ritualen gewinnen die Anwesenden durch Sprache und Gesang Einblick in die Heilweisen der Tuwa Nomaden aus dem Norgen der Mongolei.
Artikel im Blick: Mongolischer Schamane heilt Kurt Aeschbacher
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Galsan Tschinag wurde 1944 im Bajan-Ölgii-Aimag, im Hohen Altai in der westlichen Mongolei als jüngster Sohn einer tuwinischen Schamanin geboren. 1962 bis 1968 studierte er Germanistik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig und beendete sein Studium mit einer Diplomarbeit über Erwin Strittmatter. Er kehrte danach als Deutsch-Lehrer an die staatliche mongolische Universität zurück. 1976 wurde ihm die Lehrerlaubnis wegen politischer Unzuverlässigkeit entzogen. 1980 schloss Galsan Tschinag mit seinem Leben bereits mit nur 36 Jahren ab, nachdem bei ihm ein schweres Herzleiden diagnostiziert wurde. Der Autor arbeitete zuvor 12 Stunden täglich als Dozent an allen vier mongolischen Universitäten. Laut Tschinag haben ihm allein seine schamanischen Kräfte und viel Sport das Leben gerettet. |